Am 27. April mittags und 28. April um 1 Uhr nachts kommt der Todeszug in zwei Teilen in Dachau an. Im ersten Zug war Ben Lesser.
„Nur etwa eine Handvoll Skelette, darunter mein Cousin und ich, schafften es, durch die Leichen hindurch und aus dieser Hölle herauszuklettern. Aber im Lager erwartete uns eine weitere Hölle.
US-Soldaten stehen nach der Befreiung des KZ Dachau auf einem Waggon mit ermordeten Häftlingen (Archivfoto vom 30.04.1945). Entrechtung, Pogrome, Deportation, Gettoisierung und schließlich der millionenfache Mord an Juden in deutschen Todesfabriken: Mit dem Rückzug der deutschen Armeen bot sich den alliierten Truppen mit Leichenbergen, Lagerhallen mit menschlichen Überresten und Tonnen von Habseligkeiten Ermordeter ein Bild des Grauens. Auschwitz, Treblinka, Buchenwald, Dachau oder Mauthausen: Die Namen der Vernichtungs- und Konzentrationslager, Bilder von Selektionen, ausgemergelten Gestalten, Krematorien oder katastrophalen Lebensumständen in Gettos haben sich ins Bewusstsein eingebrannt. dpa (zu dpa-Korr.: „Hass bis in den Tod – Hitler und der Mord an Millionen Juden“ vom 31.03.2005) +++(c) dpa – Bildfunk+++